Manchmal bin ich mir selbst ein Rätsel.

Tiefe
21.04.2008

Ich blicke gern in stille Wasser,
ein Rauschen nur, am Rand des See’s
und lass‘ mich von der Ruhe streicheln,
ein Echo nur, ein fernes Weh’n.

Ich fische gern in trüben Wassern.
Mal find‘ ich stille Freud‘, mal Pein.
Mal find‘ ich schreckliches Verlangen.
Es zieht mich in den Schlund hinein!

Ich steige gern in tiefe Wasser,
erforsche, was noch niemand sah.
Ich wandle auf dem Pfad der Fragen,
herauszufinden, was geschah.

Ich suche gern in kalten Wassern
Dämonen, wüst vor Angst und Schmerz.
Einst bannt‘ ich sie mit Liebeszaubern
und doch besiegten sie mein Herz.

Nun bleib‘ ich fern vom stillen Wasser.
Ich lauf‘ davon…Es folgt mir nach!
Und wieder quälen mich die Fragen:
Was wohl der Quelle Kraft einst brach?

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